Vorher: Freiheit! Lille Bjørns Sommerkreuzfahrt 2020
Åland stand uns diesen Sommer nicht offen, wollten wir als „Rückkehrer“ nicht in Quarantäne landen. Daher blieben wir in schwedischem Gebiet und segelten erstmal mit dem Südwind nordwärts.
nach einem Kurzbesuch in Furusund zum Wasser bunkern und Spaziergang suchten wir zur Nacht einen Ankerplatz abseits vom Schwell der großen Fähren auf. Lilla Svansen ist ein Geheimtipp 🙂
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Dann nahmen wir uns Arholma vor, wo von jeher Lotsen die Schiffahrt richtung Stockholm geleiteten. Es gibt hier hervorragende Naturhäfen, die auch Gästebrücken haben. Wanderwege führen um die ganze Insel, und das Restaurant „Arholma Dansbana“ liegt direkt in den Klippen mit Ausblick auf die Ålandsee.
Es blies nicht schlecht, als wir entlang der Küste nach Grisslehamn segelten:
Diesen Fähr- und Fischerort wollten wir besuchen, weil Lille Bjørn als Kulisse in Ulrika Bengts‘ Film
„Iris – die abenteuerliche Reise ins Glück“ dort in 2010 aufgetreten war – die Hafenszene wurde allerdings in Vargata auf Åland eingespielt. Grisslehamn war eine positive Überraschung! Die gemütliche Atmosphäre im Fischereihafen, Geschichte zum erkunden, Sandstrände und Blaubeerwald zum Barfußgehen.
Das früher erzwungene „Postrudern“ bei jedem Wetter über die Ålandsee ist heute ein jährlich wiederkehrender sportlicher Wettstreit mit geschichtlichem Flair, während die Eckeröfähre mehrmals täglich diese kürzeste Route zwischen Schweden und den Ålandinseln befährt.
Der Wind führte uns weiter nordwärts. Vorbei am romantischen Bild des Leuchtfeuers Storklubben blieben wir für eine Ankernacht bei Singö, bevor wir am nächsten Tag in Öregrund festmachten.
Die Festmachmöglichkeit ist nicht ausgereift und für Leinen über 18mm Durchmesser ungeeignet – es fehlten jegliche Poller, Ringe oder Klampen. Dafür ist der Hafen ansonsten gut ausgestattet, und wir legten einen Waschtag ein.
Viele nette Details erregten unsere Aufmerksamkeit beim Erkunden des Reviers, wie erfrischenden Sitzgruppen in der Open-Air-Bar, interessante Holzbauten, bis zum Naturreservat „Tallparken“.
Die ausgesetzte Insel Örskär wird auf unseren Besuch im nächsten Jahr warten – es wurden jetzt stärkere Winde aus Nord angesagt, und davor wollte ich die Gelegenheit nutzen, um in für Lille Bjørn unzugänglichen Wassern der Schäreninseln südlich Öregrund zu paddeln.
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Auf August Strindbergs Spuren durch die Stockholmer Schären (1)
Auf August Strindbergs Spuren durch die Stockholmer Schären (2)